* Ich gebe dir einen Engel mit * Licht der Kerzen * Lichterflut im Advent * Warten auf Neues? * Sehnsucht nach Frieden * Mit allen Sinnen * Warten können * Einen gesegneten Advent * Advents- und Weihnachtslieder Litanei * Weihnachten – ohne * Advent Hektik Geschenke * Weihnachtsklang im Weihnachtsland * Sterndeuter * Zwischen den Jahren
* Bei Sturm am Strand * Freiheit * Geh aus, mein Herz * Wie deine Schöpfung * Licht des Morgens * Gloria dei * Gehen * Ein Lob auf die Heide
Die ersten Engel in der Bibel verwehren den Eingang zum Garten Eden stärkten den lebensmüden Propheten Elia in der Wüste, verkünden Maria die Geburt ihres Sohnes, warnen die drei Weisen, nicht zu Herodes zurück zu kehren und wo berühren sie uns heute ….. ?? in alltäglichen Situationen, beim Arbeitsplatz, auf der Straße oder am Grab.
Sie tauchen für einen Augenblick auf – oft unerkannt, handeln, beschützen, verbreiten ihre Botschaft und verschwinden ohne Spur.
Obwohl sie weder Gestalt noch Namen haben, nehmen sie dich bei der Hand und führen dich.
Obwohl sie stets sprachlos und unsichtbar sind, kannst du die Gewissheit haben, dass du in Krisen, Nöten und Träumen nicht alleine bist.
Obwohl sie keine Geschichte und irdischen Festlegung haben, stehen sie dir zur Seite, warnen dich vor Gefahren und geben dir Hoffnung – führen für dich Gottes Wohlgefallen aus.
Ja ein Engel ist für dich da – keine Talisman oder Glücksengel, sondern ein Engel mit einem Fingerzeig auf den, der die himmlischen Boten mit sanften Flügelschlag in das Taben unserer Welt schickt, um zu trösten und zu stärken.
Winfried Herget
Licht der Kerzen
Ein Licht kam in die Welt – vier Kerzen deuten darauf hin.
Die erste Kerze nennt sich Frieden, aber die Menschen erkennen häufig den Sinn des Kerzenscheins nicht.
Die zweite Kerze nennt sich Glauben, aber häufig ist der Glaube wie ein kleiner Luftzug – und schon erlischt das Kerzenlicht.
Die dritte Kerze nennt sich Liebe, doch viele Menschen sehen sich nur selbst. Der Kerzenschein reicht nur schwach zu den anderen.
Die vierte Kerze flackert auf und nennt sich Hoffnung. In der Waschküche unseres Alltags entfacht sie nur einen kümmerlichen Lichtschein.
Zündet man aber alle vier Kerzen zusammen an, dann wird es hell und warm. Mit einem großen Atemholen spüren wir das ruhende Auge Gottes. Die Sterne verbinden die Erde mit dem Firmament – mit Frieden, Glauben, Liebe und Hoffnung. Lassen wir uns stärken durch den Lichtschein.
Winfried Herget
Lichterflut im Advent
Ich gehe durch die Straßen es ist wieder Advent. Ich sehe helle Lichter Grelle Lichter blinkende Lichter.
Dem einen gefällt’s dem anderen nicht viele Menschen warten auf das wahre Licht.
Ich gehe durch die Straßen Es ist wieder Advent. Im hellen, grellen blinkendem Licht endlich der Lichtblick das wahre Licht.
Jesus Christus Das Licht der Welt.
Petra Niesel
Warten auf Neues?
Neu – noch neuer gut – noch besser schnell – noch schneller noch neuer noch besser noch schneller der Trend in dieser unruhigen Welt.
Das Alte ist mir vertraut bedeutet mir viel gibt mir Halt in dieser unruhigen Welt
Beruhigung in dieser unruhigen Welt: Das Kind in der Krippe gibt es noch, das Fest der Geburt des Herrn Jesus Christus.
Petra Niesel
Sehnsucht nach Frieden
Stress und Hektik Lärm und Leistungsdruck eine Flut von Veränderungen den Überblick nicht verlieren
– Sehnsucht nach Frieden –
Keine Zeit zur Ruhe keine Zeit zur Besinnung keine Zeit für den anderen
– Sehnsucht nach Frieden –
Ruhe- und rastlos durch das Leben hetzen mithalten können in der Flut von Veränderungen den Überblick behalten
– Sehnsucht nach Frieden –
Frieden für dich und mich für alle Menschen für die ganze Welt
GLORIA IN EXCELSIS DEO
Petra Niesel
Mit allen Sinnen
wenn ich Weihnachtslieder höre, lass mich auch in die Stille lauschen dieser besonderen Heiligen Nacht
wenn ich Kerzenglanz erblicke, lass mich darin das neugeborene Licht der Welt sehen in der Krippe
wenn ich adventliche Düfte rieche, lass mich dahinter den Duft erahnen von Freiheit und ewigem Leben
wenn ich Lebkuchen und Spekulatius schmecke, lass mich darin einen Vorgeschmack entdecken auf ein Leben in Fülle in deinem verheißenen Reich
wenn ich draußen winterliche Kälte spüre, lass mich drinnen Wärme empfinden in jedem herzlichen Blick
und Dankbarkeit für deine menschlich-göttliche Nähe
Andrea Rehn-Laryea
Warten können
Spekulatius im September Stollen ab Oktober Adventsmarkt am Volkstrauertag vier brennende Kerzen am 1. Advent:
kein Warten mehr nötig keine zappelige Vorfreude. Schade.
Advent kann beitragen zur Menschwerdung wenn ich mich einlasse auf's Warten auf's Reifen auf Ungeduld und Spannung auf Vorfreude
denn: auch ein Menschenkind kommt nicht dadurch schneller zur Welt, dass schon im dritten Monat ein Babybettchen bereit steht, und die werdende Mama selber die Babymilch trinkt
Andrea Rehn-Laryea (nach Ideen von Christoph Meyer)
Einen gesegneten Advent, frohe Weihnachten und ein gesundes neues Jahr! Alle Jahre wieder: viele gute Wünsche, die Sehnsucht nach Segen, und gesungene Hoffnung:
allen Menschen wird zu teil Gottes Heil!
Andrea Rehn-Laryea
Advents- und Weihnachtslieder Litanei
Komm, du Heiland aller Welt - Wir warten auf dein Kommen Herr, send herab uns deinen Sohn - Wir warten auf dein Kommen o, Heiland, reiß die Himmel auf - Wir warten auf dein Kommen Sieh, dein Licht will kommen - Wir warten auf dein Kommen Herr der Könige der Erde - Wir warten auf dein Kommen Tag an Glanz und Freuden groß - Wir warten auf dein Kommen Gelobet seist du, Jesu Christ - Wir warten auf dein Kommen Gott, heilger Schöpfer aller Stern - Wir warten auf dein Kommen Oh, du fröhliche - Wir warten auf dein Kommen
Wir sagen euch an den lieben Advent - Gott will bei uns wohnen Kommet ihr Hirten, - Gott will bei uns wohnen Ihr Kinderlein kommet - Gott will bei uns wohnen Freu dich, Erd und Sternenzelt - Gott will bei uns wohnen Nun freut euch, ihr Christen - Gott will bei uns wohnen Lobt Gott, ihr Christen alle gleich - Gott will bei uns wohnen Macht hoch die Tür, die Tor macht weit - Gott will bei uns wohnen Kündet allen in der Not - Gott will bei uns wohnen „Wachet auf“, ruft uns die Stimme - Gott will bei uns wohnen
Lasst uns froh und munter sein - Wir freuen uns an dir Uns ist gebor'n ein Kindelein - Wir freuen uns an dir Ich steh an deiner Krippe hier - Wir freuen uns an dir Zu Betlehem geboren - Wir freuen uns an dir Hört, es singt und klingt mit Schalle: - Wir freuen uns an dir Ein Kind ist uns geboren heut, - Wir freuen uns an dir Singen wir mit Fröhlichkeit - Wir freuen uns an dir Licht, das uns erschien - Wir freuen uns an dir Sei uns willkommen, Herre Christ - Wir freuen uns an dir
Die Nacht ist vorgedrungen - Frieden soll nun werden Stille Nacht, heilige Nacht - Frieden soll nun werden O selige Nacht, in himmlischer Pracht - Frieden soll nun werden Heiligste Nacht! - Frieden soll nun werden Alle Jahre wieder - Frieden soll nun werden Aus hartem Weh die Menschheit klagt - Frieden soll nun werden Es kommt ein Schiff geladen - Frieden soll nun werden Es ist ein Ros entsprungen - Frieden soll nun werden Ein Kind geborn zu Betlehem - Frieden soll nun werden Es kam ein Engel hell und klar - Frieden soll nun werden Das Zeichen ist geschehen - Frieden soll nun werden
Andrea Rehn-Laryea
Weihnachten – ohne
leerer Platz im Weihnachtsraum gespielte Fröhlichkeit salziges Lächeln immer wieder der Blick nach innen Bilder, Erinnerungen
Kerzenlicht flackert Schleier fort blinzelt in die Gegenwart heute Geburt hier neues Leben mit dem „ohne“ feiern
in der Leere keimt zaghaft Sehnsucht nach Heilung durch den neugeborenen Heiland hier und heute um dieses konkrete kleine Stückchen Welt zu erlösen
Andrea Rehn-Laryea
Advent Hektik Geschenke Päckchen Briefe
Lichterglanz in Dunkelheit
Stille auf den Straßen kaum ein Mensch Heiligabend
Da: ein Kind!
Andrea Rehn-Laryea
Weihnachtsklang im Weihnachtsland
Maria durch ein Dornwald ging der hatte sieben Jahr kein Laub getragen doch aus Wurzel Jesse zart ist ein Ros' entsprungen da haben die Dornen Rosen getragen, wohl zu der halben Nacht.
Nun aus Gestein und Wüstensand für immer frische Wasser fließen, stets tränken Quellen dürres Land wo überreich die Saaten sprießen. O Erd schlag aus, schlag aus, o Erd, dass Berg und Tal grün alles werd' und allen Menschen wird zuteil Gottes Heil.
Andrea Rehn-Laryea
Sterndeuter
Ein Stern leuchtet wegweisend im Dunkel. Zum Himmel schauend brechen Menschen auf.
Folgen dem Licht nehmen es auf, tragen es weiter. Leuchten selber hell.
Weise, Seher, Könige damals kamen von weit her. Kleine, große Kinder heute, aus der Nachbarschaft.
Sterndeuter sehen die Zeichen Sternsinger deuten sie uns, in kindlicher Weisheit, königlich gekleidet.
Erinnern prophetisch an das himmlische Licht. Lassen es strahlen, stecken andere an.
Entzünden Hoffnungssterne Leben für alle. Kinder der Welt, überall, zu jeder Zeit.
Andrea Rehn-Laryea
Zwischen den Jahren
Vergangenes verabschieden, es gut sein lassen. Mehr ist nicht zu tun.
Aufbrechen, ohne große Pläne. Die Augen öffnen für wegweisende Sterne, nach innen hören, dem Herzen folgen.
Hinter nächtlichem Feuerwerk die alte Feuersäule Gottes erahnen.
Sich einmal nicht über dicke Wolken ärgern. Himmlische Wegbegleiter auch sie
Verheißenes Land, neuanbrechende Zeiten vor Augen sehen, behutsam ertasten, unter den Füssen spüren: heiligen Grund.
Den Zauber des Anfangs neu mitnehmen in jeden Tag.
Andrea Rehn-Laryea
Bei Sturm am Strand
Wellen, Winde stimmen Sturm an, dunkle Wolken künden ihn. Wilde See wälzt weiße Kämme; Wind schiebt sie bis auf den Strand
Wie weit wollt Ihr Kräfte tosen, die die Stimme mir verschlingen? Meine Seele reißt Ihr auf! Denn mein Innres gleicht den Wolkenbildern.
Ich sehe meine Dissonanzen auf den Wellenkämmen tanzen; fern such ich den Horizont, den die aufgewühlten Wasser in bizarren Linien zeichnen.
Aufgewühlt bin ich im Innern; Und mit jedem Atemzug entweichen innre Zwänge, jeder Schritt zertritt die Enge!
Um mich wachsen neue Bilder stimmen so mein Klima milder.
Vera Kraemer
Freiheit
zu entdecken nur an wenigen speziellen Tagen eingeklemmt zwischen Paragraphen und Verpflichtungen beschnitten vom Wunsch der Masse nach Sicherheit und Kontrolle fast erstickt unter der Last schmerzlicher Erfahrung bedeckt mit dem Staub enttäuschten Vertrauens:
ein Krümel süßer Freiheit gewürzt mit viel Gewissen und einer Prise Risiko.
Langsam lasse ich mir diesen Schatz auf der Zunge zergehen genieße den kostbaren Moment nehme ihn tief in mich auf noch immer hungrig ungestillt die Sehnsucht nach unendlich viel mehr
Andrea Rehn-Laryea
Geh aus mein Herz, du findest Freud nicht nur in der Sommerzeit Morgenlicht leuchtet rein wie am Anfang Frühlied der Amsel Schöpferlob singt. All Morgen ist ganz frisch und neu, geh aus, mein Herz, hier bist du frei!
Andrea Rehn-Laryea
Wie deine Schöpfung
Bunt wie eine Blumenwiese erstrahlen wir vor dir. Kunstvoll gestaltet, ganz einmalig, jeder anders, gleich Blumen und Kräutern verschiedene Gaben.
Duftend wie eine Rose sind wir in deiner Hand. Kostbar und wertvoll uns zu verströmen in die Welt hinein, Freude zu schenken und Leben in Fülle.
Klangvoll wie ein Vogelkonzert klingen wir vor dir. Einmalige Stimmen, voller Klang, Symphonie aus Sprachen uns zu verstehen, dich zu denken und dir zu singen.
Sicher wie in einem Nest werden wir umsorgt von dir. Geborgen, beschützt in kunstvoll verwobener Welt zu wachsen, flügge zu werden, hinauszufliegen und wieder heimzukehren zu dir.
Andrea Rehn-Laryea
Licht des Morgens
Gottes Schöpfung hält eine Zukunft für uns bereit, die unser Denken, Handeln und Verstehen weit übersteigt. Das ist das aufgehende Licht des Morgens, das uns immer wieder neu aufleuchtet - nicht nur am Ostermorgen. Herr, gib uns Mut, uns in diesen erwachenden Morgen hinauszuwagen, aus unserer eigenen Enge, aus den alltäglichen Kreisen um uns selbst - hinaus in die Schönheit der Natur und zu den Menschen, die Ermutigung und Trost brauchen. Herr, sei unser Begleiter auf unserem Weg und mache uns neugierig auf die Wunder der Schöpfung. Lass uns staunen, wie blau der Himmel sich über uns ausbreitet, wie bunt und vielfältig sich die Natur uns offenbart und wie dein Licht uns Geborgenheit verleiht und den Rücken stärkt. Lass unseren Blick mit der Frühe des Morgens ausleuchten in die Fülle des neuen Tages wie das Aufspringen der Knospen einer Blüte - mit einer innerlichen Freude und dem Lachen im Rückgrat.
Winfried Herget
Gloria dei
Das satte Grün und dieser feste Stand lässt schon erahnen: Ein Großes wird bald sein, wie es im Stundenbuch geschrieben
Die Knospe zeigt gezielte Stärke, mit roten Wangen strebt sie hin zum Licht und bricht sich Bahn in mühevoller Weise, ganz, als schüttle sie sich Fesseln ab
Was vorher noch so rot und aufgeregt, macht nun dem edlen Lichtgelb Platz, jedoch ein kupferroter Mantel beugt sich noch ihrem Herzen zu
Bis dann in einer Feierstunde sich willig öffnet Blatt für Blatt, es zeigt sich nun ein ganzes Werden, dem, der zu sehen vermag
Kriemhild Brüggemann (für mehr Texte anklicken)
Gehen
Wir fragen uns zur Begrüßung: Wie geht’s? Und die Antworten lauten je nach dem: Mir geht’s gut. Danke, es geht. Oder: Es geht so. Besonders, wenn's mit jemandem bergauf und bergab geht, hört man auch schon mal: Das geht dich nichts an.
Manchmal da geht’s rund, da gehen die Luzie und die Post ab. Gehen dann sogar mit manchen die Pferde durch, geht mir schon mal der Hut hoch und das Messer in der Tasche auf. Denn das geht mir gegen den Strich und ziemlich auf den Keks.
Ich denke Wenn das mal gut geht! Und frage: geht’s noch? Ich glaub, es geht los!
Damit meine ich: So geht’s nicht! Das geht zu weit.
Viele Körperteile werden mit dem Gehen in Verbindung gebracht. Da geht es nicht nur in die Beine. Etwas kann auch ins Auge gehen. Angenehme Dinge gehen ins Ohr. Unangenehme gehen zum einen Ohr rein, zum andern wieder heraus.
Bei manchen Dingen geht mir das Herz auf. Und plötzlich geht mir alles leicht von der Hand.
Zu anderen Zeiten geht mir die Luft oder die Puste aus. Manches geht mir auch an die Nieren oder auf die Nerven.
Besonders unangenehm ist es, geht etwas in die Hose. Da geht dann schon mal der Arsch auf Grundeis.
Manches geht über meinen Verstand. In besonderen Momenten geht mir schon mal ein Licht oder sogar ein Kronleuchter auf. Das geht dann runter wie Öl.
Dann denke ich: Das geht in Ordnung. Das geht klar. Und ich spendiere etwas mit den Worten: Das geht auf mich!
Manchmal geht es um die Wurst. Unglaubliches geht auf keine Kuhhaut. Und zeitweise geht gar nichts mehr. Vor allem geht es nicht spurlos an mir vorüber. Nur über Leichen gehe ich nicht!
Trotz allem weiß ich zuversichtlich: Davon geht die Welt nicht unter! Dann stehe ich auf, nehme meine Trage und geh.
Andrea Rehn-Laryea 2007
Ein Lob auf die Heide
nach Psalm 148 und nach der Anregung durch einen Halligpsalm von Halligpastor Dietrich Heyde
Halleluja! Lobt den Herrn vom Himmel her, lobet ihn in den Höhen, lobet ihn, Sonne und Mond. Lobet ihn, ihr leuchtenden Sterne.
Lobet ihn, ihr Lichtstrahlen, die durch Wolken sich Bahn brechen. Du flimmernde Sonnenglut über der Heide, lobe den Herrn.
Du grauer Staub auf den Wegen, ihr ungestümen Winde, von fern kommend, richtet sein Wort aus überall und lobet den Herrn.
Lobt ihn ihr weißen Nebel, die ihr gespenstisch umhüllt den Wacholder. Sie sollen loben den Namen des Herrn, denn er gebot, und sie waren geschaffen. Halleluja!
Lobet den Herrn vom Walde her, der den Tieren Zuflucht bietet. Lobt ihn ihr Bienen und Hummeln, ihr Eidechsen und Kreuzottern, ihr Käfer und Würmer.Und du Wacholder, der du mit deinen schwarzen Beeren unsere Speisen würzt, lobe den Herrn.
Lobe den Herrn du Heidekraut, das du Honigduft ausströmst in der Blüte und die Bienen anlockst, den Nektar zu sammeln.
Lobet den Herrn, ihr Heidschnucken und Hütehunde wenn ihr zusammen mit eurem Schäfer über die weite Heide zieht.
Lobet den Herrn ihr Baldachinspinnen, die ihr webt die feinen Netze über die Heide, in denen der Morgentau glänzt wie edle Perlen. Und auch du zwitschernde Heidelerche, du schwingst dich hoch hinauf der Sonne entgegen, lobe den Herrn.
Halleluja! Lobet den Herrn ihr Heidebäche und ihr stillen sandigen Wege, gesäumt von Birken mit weiß leuchtendem Stamm. Und du, Vogelbeerbaum, geschmückt mit roten Beeren, dem reich gedeckten Tisch für die Vögel des Himmels, lobe den Herrn.
Ihr weichen kühlen Moose und ihr graugrünen unscheinbaren Flechten, lobet den Herrn. Du Wollgras, das Moor weiß zierend, und ihr Binsen, lobet den Herrn.
All ihr Pflanzen und Tiere und ihr Menschen, lobet den Herrn. Lobet ihn, ihr Männer und Frauen, ihr Alten mitsamt den Kindern. Halleluja!
Sie sollen loben den Namen des Herrn, denn sein Name allein ist erhaben und seine Hoheit so weit der Himmel, die Erde und das Meer. Halleluja!
Erhard Rehn
Fastenzeit: täglich längere Tage mehr grüne Natur mehr Vogelgesang mehr Licht mehr Leben
weihnachtlicher Kerzenschein wächst unaufhaltsam zu Osterfeuer und strahlender Auferstehungssonne
Auferstehung am ersten Tag einer neuen Woche lag. Am Tag Nummer 8 Neuschöpfung erw8. Was niemand ged8, hat Gott gem8.
Als helles Licht die N8 durchbricht: ganz neues Leben 8sam gegeben. So siegte großer Liebe M8 über den Tod in der Ostern8.
Nachtrag:
Oster-Leben in Taufe gegeben. So haben Taufbecken häufig 8 Ecken.
Erinnern voll Pr8 an Schöpfungstag 8, geboren aus der Ostern8.
Andrea Rehn-Laryea
Kreuz
alltäglich: durchs DrehKREUZ gehen bitte anKREUZen KREUZungen Rotes KREUZ Blaues KREUZ durchKREUZTe Pläne es im KREUZ haben KREUZe am Strassenrand FensterKREUZ mit Blick zum Himmel
alltägliche Einheit von Gegensätzen: drinnen und draußen ja und nein oben und unten rechts und links gesund und krank Niederlage und Sieg Ende und Anfang Himmel und Erde
Anstöße zum Nachdenken über Tod und Leben im Alltäglichen
Andrea Rehn-Laryea
Karfreitags - Kartoffel (nach Joh 12,24)
pralles Leben hoffnungsvolle Triebe in die dunkle Erde gelegt unterirdisches Sterben unsichtbar
treibt aus drängt zum Licht reift im Verborgenen gibt alle Kraft in zahlreiche Saatknollen Nahrung für viele
zurück bleibt ganz unten die matschige, ausgelaugte, tote Hülle der Mutterkartoffel
Wenn die Kartoffel nicht in die Erde fällt und stirbt, bleibt sie allein, wenn sie aber stirbt, bringt sie reiche Frucht.