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* Übersicht der Sonntagsgottesdienste in katholischen Kirchen in der Lüneburger Heide

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Sonntagsgottesdienste

Wo ist hier die nächste Kirche?   hier finden


(nur für den privaten oder gottesdienstlichen Gebrauch! Alle Rechte liegen bei den AutorInnen!)

Aktuelle Texte hier!


* Ich gebe dir einen Engel mit
* Licht der Kerzen
* Lichterflut im Advent
* Warten auf Neues?
* Sehnsucht nach Frieden
* Mit allen Sinnen
* Warten können
* Einen gesegneten Advent
* Advents- und Weihnachtslieder Litanei
* Weihnachten – ohne
* Advent Hektik Geschenke
* Weihnachtsklang im Weihnachtsland
* Sterndeuter
* Zwischen den Jahren




* Bei Sturm am Strand
* Freiheit
* Geh aus, mein Herz
* Wie deine Schöpfung
* Licht des Morgens
* Gloria dei
* Gehen
* Ein Lob auf die Heide




* Fastenzeit: täglich
* Rosenmontag Fastnachtsdienstag
* Ostern8
* Kreuz
* Karfreitags – Kartoffel





Ich gebe dir einen Engel mit

Die ersten Engel in der Bibel
verwehren den Eingang zum Garten Eden
stärkten den lebensmüden Propheten Elia in der Wüste,
verkünden Maria die Geburt ihres Sohnes,
warnen die drei Weisen,
nicht zu Herodes zurück zu kehren
und wo berühren sie uns heute ….. ??
in alltäglichen Situationen,
beim Arbeitsplatz, auf der Straße
oder am Grab.

Sie tauchen für einen Augenblick auf –
oft unerkannt, handeln, beschützen, verbreiten ihre Botschaft
und verschwinden ohne Spur.

Obwohl sie weder Gestalt noch Namen haben,
nehmen sie dich bei der Hand und führen dich.

Obwohl sie stets sprachlos und unsichtbar sind,
kannst du die Gewissheit haben,
dass du in Krisen, Nöten und Träumen
nicht alleine bist.

Obwohl sie keine Geschichte
und irdischen Festlegung haben,
stehen sie dir zur Seite,
warnen dich vor Gefahren
und geben dir Hoffnung –
führen für dich Gottes Wohlgefallen aus.

Ja ein Engel ist für dich da –
keine Talisman oder Glücksengel,
sondern ein Engel mit einem Fingerzeig
auf den, der die himmlischen Boten mit sanften Flügelschlag in das Taben unserer Welt schickt, um zu trösten und zu stärken.

Winfried Herget




Licht der Kerzen

Ein Licht kam in die Welt –
vier Kerzen deuten darauf hin.

Die erste Kerze nennt sich Frieden,
aber die Menschen erkennen häufig den Sinn des Kerzenscheins nicht.

Die zweite Kerze nennt sich Glauben,
aber häufig ist der Glaube wie ein kleiner Luftzug –
und schon erlischt das Kerzenlicht.

Die dritte Kerze nennt sich Liebe,
doch viele Menschen sehen sich nur selbst.
Der Kerzenschein reicht nur schwach zu den anderen.

Die vierte Kerze flackert auf
und nennt sich Hoffnung.
In der Waschküche unseres Alltags entfacht sie nur einen
kümmerlichen Lichtschein.

Zündet man aber alle vier Kerzen zusammen an,
dann wird es hell und warm.
Mit einem großen Atemholen
spüren wir das ruhende Auge Gottes.
Die Sterne verbinden die Erde
mit dem Firmament –
mit Frieden, Glauben, Liebe und Hoffnung.
Lassen wir uns stärken
durch den Lichtschein.

Winfried Herget




Lichterflut im Advent

Ich gehe durch die Straßen
es ist wieder Advent.
Ich sehe helle Lichter
Grelle Lichter
blinkende Lichter.

Dem einen gefällt’s
dem anderen nicht
viele Menschen warten
auf das wahre Licht.

Ich gehe durch die Straßen
Es ist wieder Advent.
Im hellen, grellen
blinkendem Licht
endlich der Lichtblick
das wahre Licht.

Jesus Christus
Das Licht der Welt.

Petra Niesel







Warten auf Neues?

Neu – noch neuer
gut – noch besser
schnell – noch schneller
noch neuer
noch besser
noch schneller
der Trend in dieser
unruhigen Welt.

Das Alte
ist mir vertraut
bedeutet mir viel
gibt mir Halt
in dieser unruhigen Welt

Beruhigung in dieser
unruhigen Welt:
Das Kind in der Krippe
gibt es noch,
das Fest der Geburt
des Herrn Jesus Christus.

Petra Niesel








Sehnsucht nach Frieden

Stress und Hektik
Lärm und Leistungsdruck
eine Flut von Veränderungen
den Überblick nicht verlieren

– Sehnsucht nach Frieden –

Keine Zeit zur Ruhe
keine Zeit zur Besinnung
keine Zeit für den anderen

– Sehnsucht nach Frieden –

Ruhe- und rastlos
durch das Leben hetzen
mithalten können
in der Flut von Veränderungen
den Überblick behalten

– Sehnsucht nach Frieden –

Frieden
für dich und mich
für alle Menschen
für die ganze Welt

GLORIA IN EXCELSIS DEO

Petra Niesel






Mit allen Sinnen

wenn ich Weihnachtslieder höre,
lass mich auch in die Stille lauschen
dieser besonderen Heiligen Nacht

wenn ich Kerzenglanz erblicke,
lass mich darin das neugeborene Licht der Welt sehen in der Krippe

wenn ich adventliche Düfte rieche,
lass mich dahinter den Duft erahnen
von Freiheit und ewigem Leben

wenn ich Lebkuchen und Spekulatius schmecke,
lass mich darin
einen Vorgeschmack entdecken
auf ein Leben in Fülle
in deinem verheißenen Reich

wenn ich draußen winterliche Kälte spüre,
lass mich drinnen Wärme empfinden
in jedem herzlichen Blick

und Dankbarkeit
für deine menschlich-göttliche Nähe

Andrea Rehn-Laryea








Warten können

Spekulatius im September
Stollen ab Oktober
Adventsmarkt am Volkstrauertag
vier brennende Kerzen
am 1. Advent:

kein Warten mehr nötig
keine zappelige Vorfreude.
Schade.

Advent kann beitragen
zur Menschwerdung
wenn ich mich einlasse
auf's Warten
auf's Reifen
auf Ungeduld und Spannung
auf Vorfreude

denn:
auch ein Menschenkind
kommt nicht dadurch schneller zur Welt,
dass schon im dritten Monat
ein Babybettchen bereit steht,
und die werdende Mama
selber die Babymilch trinkt

Andrea Rehn-Laryea
(nach Ideen von Christoph Meyer)




Einen gesegneten Advent,
frohe Weihnachten
und ein gesundes neues Jahr!
Alle Jahre wieder:
viele gute Wünsche,
die Sehnsucht nach Segen,
und gesungene Hoffnung:

allen Menschen wird zu teil
Gottes Heil!

Andrea Rehn-Laryea






Advents- und Weihnachtslieder Litanei

Komm, du Heiland aller Welt - Wir warten auf dein Kommen
Herr, send herab uns deinen Sohn - Wir warten auf dein Kommen
o, Heiland, reiß die Himmel auf - Wir warten auf dein Kommen
Sieh, dein Licht will kommen - Wir warten auf dein Kommen
Herr der Könige der Erde - Wir warten auf dein Kommen
Tag an Glanz und Freuden groß - Wir warten auf dein Kommen
Gelobet seist du, Jesu Christ - Wir warten auf dein Kommen
Gott, heilger Schöpfer aller Stern - Wir warten auf dein Kommen
Oh, du fröhliche - Wir warten auf dein Kommen


Wir sagen euch an den lieben Advent - Gott will bei uns wohnen
Kommet ihr Hirten, - Gott will bei uns wohnen
Ihr Kinderlein kommet - Gott will bei uns wohnen
Freu dich, Erd und Sternenzelt - Gott will bei uns wohnen
Nun freut euch, ihr Christen - Gott will bei uns wohnen
Lobt Gott, ihr Christen alle gleich - Gott will bei uns wohnen
Macht hoch die Tür, die Tor macht weit - Gott will bei uns wohnen
Kündet allen in der Not - Gott will bei uns wohnen
„Wachet auf“, ruft uns die Stimme - Gott will bei uns wohnen


Lasst uns froh und munter sein - Wir freuen uns an dir
Uns ist gebor'n ein Kindelein - Wir freuen uns an dir
Ich steh an deiner Krippe hier - Wir freuen uns an dir
Zu Betlehem geboren - Wir freuen uns an dir
Hört, es singt und klingt mit Schalle: - Wir freuen uns an dir
Ein Kind ist uns geboren heut, - Wir freuen uns an dir
Singen wir mit Fröhlichkeit - Wir freuen uns an dir
Licht, das uns erschien - Wir freuen uns an dir
Sei uns willkommen, Herre Christ - Wir freuen uns an dir


Die Nacht ist vorgedrungen - Frieden soll nun werden
Stille Nacht, heilige Nacht - Frieden soll nun werden
O selige Nacht, in himmlischer Pracht - Frieden soll nun werden
Heiligste Nacht! - Frieden soll nun werden
Alle Jahre wieder - Frieden soll nun werden
Aus hartem Weh die Menschheit klagt - Frieden soll nun werden
Es kommt ein Schiff geladen - Frieden soll nun werden
Es ist ein Ros entsprungen - Frieden soll nun werden
Ein Kind geborn zu Betlehem - Frieden soll nun werden
Es kam ein Engel hell und klar - Frieden soll nun werden
Das Zeichen ist geschehen - Frieden soll nun werden

Andrea Rehn-Laryea








Weihnachten – ohne

leerer Platz
im Weihnachtsraum
gespielte Fröhlichkeit
salziges Lächeln
immer wieder
der Blick
nach innen
Bilder, Erinnerungen

Kerzenlicht flackert
Schleier fort
blinzelt
in die Gegenwart
heute Geburt
hier neues Leben
mit dem „ohne“ feiern

in der Leere
keimt zaghaft
Sehnsucht nach Heilung
durch den neugeborenen
Heiland
hier und heute
um dieses konkrete
kleine Stückchen Welt
zu erlösen

Andrea Rehn-Laryea




Advent
Hektik
Geschenke
Päckchen
Briefe

Lichterglanz
in Dunkelheit

Stille
auf den Straßen
kaum ein Mensch
Heiligabend

Da:
ein Kind!

Andrea Rehn-Laryea






Weihnachtsklang im Weihnachtsland

Maria durch ein Dornwald ging
der hatte sieben Jahr kein Laub getragen
doch aus Wurzel Jesse zart
ist ein Ros' entsprungen
da haben die Dornen Rosen getragen,
wohl zu der halben Nacht.

Nun aus Gestein und Wüstensand
für immer frische Wasser fließen,
stets tränken Quellen dürres Land
wo überreich die Saaten sprießen.
O Erd schlag aus, schlag aus, o Erd,
dass Berg und Tal grün alles werd'
und allen Menschen wird zuteil
Gottes Heil.

Andrea Rehn-Laryea








Sterndeuter

Ein Stern leuchtet
wegweisend im Dunkel.
Zum Himmel schauend
brechen Menschen auf.

Folgen dem Licht
nehmen es auf,
tragen es weiter.
Leuchten selber hell.

Weise, Seher, Könige damals
kamen von weit her.
Kleine, große Kinder heute,
aus der Nachbarschaft.

Sterndeuter sehen die Zeichen
Sternsinger deuten sie uns,
in kindlicher Weisheit,
königlich gekleidet.

Erinnern prophetisch
an das himmlische Licht.
Lassen es strahlen,
stecken andere an.

Entzünden Hoffnungssterne
Leben für alle.
Kinder der Welt,
überall, zu jeder Zeit.

Andrea Rehn-Laryea






Zwischen den Jahren

Vergangenes verabschieden,
es gut sein lassen.
Mehr ist nicht zu tun.

Aufbrechen,
ohne große Pläne.
Die Augen öffnen
für wegweisende Sterne,
nach innen hören,
dem Herzen folgen.

Hinter nächtlichem Feuerwerk
die alte Feuersäule Gottes
erahnen.

Sich einmal nicht
über dicke Wolken ärgern.
Himmlische Wegbegleiter auch sie

Verheißenes Land,
neuanbrechende Zeiten
vor Augen sehen,
behutsam ertasten,
unter den Füssen spüren:
heiligen Grund.

Den Zauber des Anfangs
neu mitnehmen
in jeden Tag.

Andrea Rehn-Laryea







Bei Sturm am Strand

Wellen, Winde stimmen Sturm an,
dunkle Wolken künden ihn.
Wilde See wälzt weiße Kämme;
Wind schiebt sie
bis auf den Strand

Wie weit wollt Ihr Kräfte tosen,
die die Stimme mir verschlingen?
Meine Seele reißt Ihr auf!
Denn mein Innres
gleicht den Wolkenbildern.

Ich sehe meine Dissonanzen
auf den Wellenkämmen tanzen;
fern such ich den Horizont,
den die aufgewühlten Wasser
in bizarren Linien zeichnen.

Aufgewühlt bin ich im Innern;
Und mit jedem Atemzug
entweichen innre Zwänge,
jeder Schritt zertritt die Enge!

Um mich wachsen neue Bilder
stimmen so mein Klima milder.

Vera Kraemer








Freiheit

zu entdecken nur
an wenigen speziellen Tagen
eingeklemmt
zwischen
Paragraphen und Verpflichtungen
beschnitten vom Wunsch der Masse
nach Sicherheit und Kontrolle
fast erstickt
unter der Last
schmerzlicher Erfahrung
bedeckt mit dem Staub
enttäuschten Vertrauens:

ein Krümel süßer Freiheit
gewürzt mit viel Gewissen
und einer Prise Risiko.

Langsam lasse ich mir
diesen Schatz
auf der Zunge zergehen
genieße
den kostbaren Moment
nehme ihn tief in mich auf
noch immer hungrig
ungestillt die Sehnsucht
nach
unendlich viel mehr

Andrea Rehn-Laryea




Geh aus
mein Herz,
du findest Freud
nicht nur
in der Sommerzeit
Morgenlicht leuchtet
rein wie am Anfang
Frühlied der Amsel
Schöpferlob singt.
All Morgen ist
ganz frisch und neu,
geh aus, mein Herz,
hier bist du frei!

Andrea Rehn-Laryea


Wie deine Schöpfung

Bunt wie eine Blumenwiese
erstrahlen wir vor dir.
Kunstvoll gestaltet,
ganz einmalig,
jeder anders,
gleich Blumen und Kräutern
verschiedene Gaben.

Duftend wie eine Rose
sind wir in deiner Hand.
Kostbar und wertvoll
uns zu verströmen
in die Welt hinein,
Freude zu schenken
und Leben in Fülle.

Klangvoll wie ein Vogelkonzert
klingen wir vor dir.
Einmalige Stimmen,
voller Klang,
Symphonie aus Sprachen
uns zu verstehen,
dich zu denken
und dir zu singen.

Sicher wie in einem Nest
werden wir umsorgt von dir.
Geborgen, beschützt
in kunstvoll verwobener Welt
zu wachsen, flügge zu werden,
hinauszufliegen
und wieder heimzukehren
zu dir.

Andrea Rehn-Laryea






Licht des Morgens

Gottes Schöpfung
hält eine Zukunft für uns bereit,
die unser Denken, Handeln
und Verstehen weit übersteigt.
Das ist das aufgehende Licht
des Morgens,
das uns immer wieder neu aufleuchtet -
nicht nur am Ostermorgen.
Herr, gib uns Mut, uns in diesen
erwachenden Morgen hinauszuwagen,
aus unserer eigenen Enge,
aus den alltäglichen Kreisen
um uns selbst -
hinaus in die Schönheit der Natur
und zu den Menschen,
die Ermutigung und Trost brauchen.
Herr, sei unser Begleiter
auf unserem Weg
und mache uns neugierig
auf die Wunder der Schöpfung.
Lass uns staunen, wie blau der Himmel
sich über uns ausbreitet,
wie bunt und vielfältig
sich die Natur uns offenbart
und wie dein Licht uns Geborgenheit
verleiht und den Rücken stärkt.
Lass unseren Blick mit der Frühe
des Morgens ausleuchten
in die Fülle des neuen Tages
wie das Aufspringen der Knospen
einer Blüte -
mit einer innerlichen Freude
und dem Lachen im Rückgrat.

Winfried Herget








Gloria dei

Das satte Grün und dieser
feste Stand lässt schon
erahnen: Ein Großes wird
bald sein, wie es im Stundenbuch
geschrieben

Die Knospe zeigt gezielte
Stärke, mit roten Wangen strebt sie
hin zum Licht und bricht sich
Bahn in mühevoller Weise, ganz,
als schüttle sie sich Fesseln ab

Was vorher noch so rot und
aufgeregt, macht nun dem
edlen Lichtgelb Platz, jedoch ein
kupferroter Mantel beugt sich noch
ihrem Herzen zu

Bis dann in einer
Feierstunde sich willig
öffnet Blatt für Blatt, es zeigt sich nun
ein ganzes Werden, dem, der
zu sehen vermag

Kriemhild Brüggemann (für mehr Texte anklicken)







Gehen

Wir fragen uns zur Begrüßung:
Wie geht’s?
Und die Antworten lauten je nach dem:
Mir geht’s gut.
Danke, es geht.
Oder: Es geht so.
Besonders, wenn's mit jemandem
bergauf und bergab geht,
hört man auch schon mal:
Das geht dich nichts an.

Manchmal
da geht’s rund,
da gehen die Luzie und die Post ab.
Gehen dann sogar mit manchen die Pferde durch,
geht mir schon mal der Hut hoch
und das Messer in der Tasche auf.
Denn das geht mir gegen den Strich
und ziemlich auf den Keks.

Ich denke
Wenn das mal gut geht!
Und frage:
geht’s noch?
Ich glaub, es geht los!

Damit meine ich:
So geht’s nicht!
Das geht zu weit.

Viele Körperteile werden mit dem Gehen in Verbindung gebracht.
Da geht es nicht nur in die Beine.
Etwas kann auch ins Auge gehen.
Angenehme Dinge gehen ins Ohr.
Unangenehme gehen zum einen Ohr rein,
zum andern wieder heraus.

Bei manchen Dingen geht mir das Herz auf.
Und plötzlich geht mir alles leicht von der Hand.

Zu anderen Zeiten
geht mir die Luft oder die Puste aus.
Manches geht mir auch an die Nieren
oder auf die Nerven.

Besonders unangenehm ist es,
geht etwas in die Hose.
Da geht dann schon mal der Arsch auf Grundeis.

Manches geht über meinen Verstand.
In besonderen Momenten geht mir schon mal
ein Licht oder sogar ein Kronleuchter auf.
Das geht dann runter wie Öl.

Dann denke ich:
Das geht in Ordnung.
Das geht klar.
Und ich spendiere etwas mit den Worten:
Das geht auf mich!

Manchmal
geht es um die Wurst.
Unglaubliches geht auf keine Kuhhaut.
Und zeitweise geht gar nichts mehr.
Vor allem geht es nicht spurlos an mir vorüber.
Nur über Leichen gehe ich nicht!

Trotz allem weiß ich zuversichtlich:
Davon geht die Welt nicht unter!
Dann stehe ich auf, nehme meine Trage und geh.


Andrea Rehn-Laryea 2007








Ein Lob auf die Heide

nach Psalm 148 und nach der Anregung durch einen Halligpsalm von Halligpastor Dietrich Heyde

© E.Rehn Mai 1998


Halleluja!
Lobt den Herrn vom Himmel her,
lobet ihn in den Höhen,
lobet ihn, Sonne und Mond.
Lobet ihn, ihr leuchtenden Sterne.

Lobet ihn, ihr Lichtstrahlen,
die durch Wolken sich Bahn brechen.
Du flimmernde Sonnenglut über der Heide,
lobe den Herrn.

Du grauer Staub auf den Wegen,
ihr ungestümen Winde, von fern kommend,
richtet sein Wort aus überall
und lobet den Herrn.

Lobt ihn ihr weißen Nebel,
die ihr gespenstisch umhüllt den Wacholder.
Sie sollen loben den Namen des Herrn,
denn er gebot,
und sie waren geschaffen.
Halleluja!

Lobet den Herrn vom Walde her,
der den Tieren Zuflucht bietet.
Lobt ihn ihr Bienen und Hummeln,
ihr Eidechsen und Kreuzottern,
ihr Käfer und Würmer.Und du Wacholder, der du mit deinen
schwarzen Beeren unsere Speisen würzt,
lobe den Herrn.

Lobe den Herrn du Heidekraut,
das du Honigduft ausströmst in der Blüte
und die Bienen anlockst,
den Nektar zu sammeln.

Lobet den Herrn,
ihr Heidschnucken und Hütehunde
wenn ihr zusammen mit eurem Schäfer
über die weite Heide zieht.

Lobet den Herrn ihr Baldachinspinnen,
die ihr webt die feinen Netze über die Heide,
in denen der Morgentau glänzt wie edle Perlen.
Und auch du zwitschernde Heidelerche,
du schwingst dich hoch hinauf der Sonne
entgegen, lobe den Herrn.

Halleluja! Lobet den Herrn ihr Heidebäche
und ihr stillen sandigen Wege,
gesäumt von Birken
mit weiß leuchtendem Stamm.
Und du, Vogelbeerbaum, geschmückt
mit roten Beeren, dem reich gedeckten
Tisch für die Vögel des Himmels,
lobe den Herrn.

Ihr weichen kühlen Moose
und ihr graugrünen unscheinbaren Flechten,
lobet den Herrn.
Du Wollgras, das Moor weiß zierend,
und ihr Binsen, lobet den Herrn.

All ihr Pflanzen und Tiere
und ihr Menschen, lobet den Herrn.
Lobet ihn, ihr Männer und Frauen,
ihr Alten mitsamt den Kindern.
Halleluja!

Sie sollen loben den Namen des Herrn,
denn sein Name allein ist erhaben
und seine Hoheit
so weit der Himmel, die Erde
und das Meer.
Halleluja!

Erhard Rehn





Fastenzeit:
täglich
längere Tage
mehr grüne Natur
mehr Vogelgesang
mehr Licht
mehr Leben

weihnachtlicher
Kerzenschein
wächst unaufhaltsam
zu Osterfeuer
und strahlender
Auferstehungssonne

Andrea Rehn-Laryea







Rosenmontag
Fastnachtsdienstag
Aschermittwoch
(Palmsonntag)
Gründonnerstag
Karfreitag
Karsamstag
Ostersonntag

vom Leben
zum Tod
und wieder zurück

auch eine Art
„Woche für das Leben“

Andrea Rehn-Laryea





Ostern8

Auferstehung am ersten Tag
einer neuen Woche lag.
Am Tag Nummer 8
Neuschöpfung erw8.
Was niemand ged8,
hat Gott gem8.

Als helles Licht
die N8 durchbricht:
ganz neues Leben
8sam gegeben.
So siegte großer Liebe M8
über den Tod in der Ostern8.


Nachtrag:


Oster-Leben
in Taufe gegeben.
So haben Taufbecken
häufig 8 Ecken.

Erinnern voll Pr8
an Schöpfungstag 8,
geboren aus der Ostern8.

Andrea Rehn-Laryea







Kreuz

alltäglich:
durchs DrehKREUZ gehen
bitte anKREUZen
KREUZungen
Rotes KREUZ
Blaues KREUZ
durchKREUZTe Pläne
es im KREUZ haben
KREUZe am Strassenrand
FensterKREUZ
mit Blick zum Himmel

alltägliche Einheit
von Gegensätzen:
drinnen und draußen
ja und nein
oben und unten
rechts und links
gesund und krank
Niederlage und Sieg
Ende und Anfang
Himmel und Erde

Anstöße
zum Nachdenken
über Tod und Leben
im Alltäglichen

Andrea Rehn-Laryea







Karfreitags - Kartoffel
(nach Joh 12,24)

pralles Leben
hoffnungsvolle Triebe
in die dunkle Erde gelegt
unterirdisches Sterben
unsichtbar

treibt aus
drängt zum Licht
reift im Verborgenen
gibt alle Kraft
in zahlreiche Saatknollen
Nahrung für viele

zurück bleibt
ganz unten
die matschige,
ausgelaugte,
tote Hülle
der Mutterkartoffel

Wenn die Kartoffel
nicht in die Erde fällt
und stirbt,
bleibt sie allein,
wenn sie aber stirbt,
bringt sie reiche Frucht.

Andrea Rehn-Laryea


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